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Dr. Ellen-Wiederhold-Platz
Hilden

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Dr. Ellen-Wiederhold-Platz
Hilden

Ein neuer Platz

Hilden- Stadt an der Itter
Mehr oder minder abgeschirmt von einer Baum- und Strauchvegetation verlief die Itter eingezwängt zwischen Mauern beinahe uneinsehbar im Zentrum der Hildener Innenstadt. Unsere Gestaltungsabsicht war es, die Itter wieder lebendig erlebbar in das Stadtbild Hildens zu rücken. Die Neubaumaßnahme der Stadtsparkasse lieferte hierzu den Anstoß und die Chance, die Fußgängerzone an der Mittelstraße über den Dr. Ellen- Wiederhold- Platz mit dem grünen Itterband zu verknüpfen. Über einen kleinen Platz leitet das als offene Rinne gestaltete Itter- Band auf den Dr. Ellen- Wiederhold- Platz, der das Rathaus mit dem neuen Sparkassengebäude verbindet. Die unterschiedlichen Niveaus werden mit Hilfe einer großzügigen Stufenanlage überwunden. Der Platz ist gestaltet aus Betonwerksteinpflaster in verschiedenen Formaten erstellt. Dieser Belag umgibt das gesamte Sparkassengebäude als neue verbindende Plattform urbanen Lebens. Im Süden des Platzes integriert eine Plattform zum Liegen und Sitzen, die für die Belüftung der Tiefgarage erforderlichen Zuluftöffnungen. Im Westen bildet eine lang gestreckte Bank die Platzkante und grenzt den nichtüberfahrbaren Bereich der TG vom überfahrbaren Bereich ab. Fächerförmig geschnittene Platanen stellen vor der vorhandenen Strukturbetonfassade im Osten die „grüne Platzkante“ dar. Eine schön gewachsene große Roteiche dominiert den Platzraum und spendet unter Ihrem lichten Dach Schatten für die Aussengastronomie des Cafés Extrablatt. Ein sich im Wind wiegender Gräserbogen aus Chinaschilf und Lampenputzergräsern unterstützt die Wegeverbindung zur Itter. Die nun wieder sichtbaren Böschungen der Itter wurden mit Wildstauden und Narzissen bepflanzt.
Wellenförmig geschnittene Eibenhecken schirmen die Büros der städtischen Mitarbeiter vom fußläufigen Verkehr ab und attraktivieren die Verbindung zum Fluss. Die notwendigen Schächte für die TG – Zuluft und Abluft sind dahinter verborgen. Die Möblierung gestaltet sich schlicht und funktional. Fahrradständer in Form einfacher Bügel sind in erforderlicher Anzahl vorhanden. Die Sitzbänke auf dem Platz sind großzügig mit Sitzauflagen aus Holz gestaltet. Die Beleuchtung des Platzes besteht aus eleganten Lichtstelen die sich einer Lichterkette gleich bis zur Itter ziehen. Solitärbäume, Stufen und Gräser werden durch indirektes Licht in Szene gesetzt. Die raumbildenden Solitärbäume werden von Bodeneinbauleuchten dezent illuminiert. LED-Lichtlinien beleuchten die Treppensituation zum Rathausdurchgang

AUFTRAGGEBER: Sparkasse Ratingen-Hilden-Velbert
ARCHITEKT: Werkgemeinschaft Quasten und Berger, Grevenbroich
PLANUNGSZEIT: 2008 bis 2011
BAUZEIT: 2010 bis 2011
BEARBEITUNGSFLÄCHE: 5.500 m²
GESAMTKOSTEN: 1,6 Mio. EUR
LEISTUNGEN FSWLA: Objektplanung, Objektüberwachung

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