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RWTH Campus West
Aachen/D

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RWTH Campus West
Aachen/D

Grüne Orte für Kommunikation und Erholung

Mit der Freiraumgestaltung des Campus West soll ein lebendiger und attraktiver Freiraum geschaffen werden. Zentrales Element ist das sog. Campusband, welches mit Baumreihen und Aktionsfeldern differenziert gestaltet wird. Große und kleine Plätze sowie grüne Nischen rhythmisieren den gesamten Campus und schaffen Orte zur Kontemplation und Orientierung.

Die gewählten Pflanzarten sind dabei vielfältig und setzen insbesondere über ihren Habitus, ihre Blüte und ihrer Herbstfärbung besondere Akzente. Gräser und extensive Staudenpflanzungen sind zugleich pflegeleicht, schaffen aber auch durch ihre Blüte und Nektar ein Angebot an einheimische Insekten und Vögel.

Mehrere Baumreihen und Baumblöcke aus verschiedenen Arten wie Rotahorn, Goldgleditsie, Tokio-Kirsche und Purpuresche bieten auf dem Campusband ein ganzjährig interessantes Freiraumerlebnis, strukturieren den Raum und betonen differenziert gestaltete Bereiche. Unter den Baumblöcken entlang der Gebäude liegen verschieden gestaltete kleinere Plätze mit Spielobjekten, Sitzgelegenheiten und Rückzugsbereiche. Die Plätze an den Hochhäusern akzentuieren den Straßenraum und schaffen eine einladende Atmosphäre.

Ein großer zentraler Platz akzentuiert zukünftig den Eingangsbereich an der Süsterfeldstraße Ecke Kühlwetterstraße des Campus West. Er ist der zentrale Ort für Kommunikation und Erholung. Der Platz wird mittels Treppenanlagen und „schollenartigen“ Pflanz- und Platzflächen begehbar und nutzbar. Auf den Pflanzflächen befinden sich unterschiedliche mehrstämmige Solitärbäume wie Tulpen- und Blasenbaum, die über die gesamte Jahreszeit durch ihre Blüte, Belaubung, Herbstfärbung und Habitus immer attraktiv sind. Großzügig dimensionierte Sitzbereiche auf den Mauern laden zum Verweilen ein.

Neben der Entreesituation des Platzes liegen an ihm verschiedene Gebäudeensemble, die ihren Eingang auf dem Platz haben werden. Teil des Platzes ist somit auch das Campusband, über das die zentrale Erschließung erfolgt. Die zwei grünen Fugen zwischen Campusband und Süsterfeldstraße werden ebenfalls als verbindendes Element neu entwickelt. In Analogie zum Kongressplatz erfolgt die Gestaltung über Wege und Treppenanlagen.

Zwischen den Clustern werden die Freiflächen überwiegend begrünt. Locker verteilte Baumgruppen aus Ahorn und Kirschen differenzieren den Raum. Anlieferungszonen und Erschließungswege werden einheitlich befestigt und liegen wie selbstverständlich eingebettet in dieser durchgrünten Landschaft. Durch Bodenmodellierungen wirken die Räume großzügig und zugleich attraktiv. Die Dachflächen werden weitestgehend extensiv begrünt.

Die Stichstraßen öffnen sich vom Campusband mit einer einladenden Geste. Auf der südlichen Seite stehen attraktive Solitärgehölze in einem Feld aus Gräsern und Stauden und verbergen so die direkte Sicht auf die Parkplätze. Auf der anderen Seite laden großzügige Platzbänke zum Verweilen ein und grenzen den Bereich der Außengastronomie zur Straße ab. Im Zusammenspiel mit den Solitärbäumen vor den städtebaulichen Hochpunkten am Campusband sind die Stichstraßen einladende Plätze und keine reinen Erschließungsflächen.

Das Stellwerkshäuschen wird erhalten und in die Freiflächengestaltung integriert. Ein kleiner Platz weitet sich auf und schafft eine einladende Geste. Sequenzartige Heckenblöcke in unterschiedlichen Höhen und Längen greifen das Thema der Gleisanlagen auf. Blühende Solitärbäume betonen zusätzlich die Besonderheit des Ortes.

Am Ringlokschuppen entsteht ein kreisförmiger, großzügiger Platz mit begrünter Mitte und Baumreihen. Als Übergang zur Landschaft im Norden und den angrenzenden Nachbarbebauungen im Osten werden Gehölzgruppen in Ergänzung zur bestehenden Vegetation gepflanzt. Zentrales Element ist ein Wasserspiel in der Platzmitte.

AUFTRAGGEBER: RWTH Aachen, Campus GmbH
ARCHITEKT: RKW Architektur +, Düsseldorf
PLANUNGSZEIT: 2019 – 2020
BAUZEIT: ab 2021
BEARBEITUNGSFLÄCHE: 265.000 m²
GESAMTKOSTEN: 13 Mio. EUR

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